Der Schuss ging nach hinten los

Das ZDF ist ja ein „System“-Sender. Vor einiger Zeit wurde die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet. Eine sollte erwarten das ein Öffentlich-Rechtlicher diese Botschaft weiterträgt. Vermutlich war das auch so geplant, hier:https://www.zdf.de/serien/die-spezialisten-im-namen-der-opfer/zu-treuen-haenden-100.html . Am Ende ergibt sich aber eher der Eindruck, dass die BRD ein Unrechtsstaat ist.

 

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Identitätsprobleme

Gott, bin ich von dem Schmarn aus USA genervt. Ne, diesmal nicht Trump, sondern dieses Läufer-Identitäts-Problem in all seinen Facetten, das in Podcasts und Blogbeiträgen aus USA so breitgelatscht wird. Bin ich ein Läufer, oder nicht? Darf ich mich so nennen, auch wenn ich langsam bin? Die Antwort dann immer, ja klar, weil xy etc.usw. (gerade Beitrag auf Marathontrainingacademy.com)

Das ist die eine Seite.

Die andere, die runnersconnect run-to-the-top-podcast immer wieder auspackt. Bei Verletzung immer klar machen, dass man kein Runner ist, sondern Person xy, die läuft, um einen Identitätsverlust zu vermeiden.

Ich kann gerade keinen schlauen Grund angeben, warum mich dieses Getue so annervt. Vllt. bin ich von beiden Podcasts/Blogs auch aus anderen Gründen genervt, wegen diesem become-a-better-runner-achieve-your-goals-change-your-life -Scheiß. Bei MTA seid ich mir sicher bin, die Angie beim Berlin-Marathon mit angestrengtem Gesicht gesehen zu haben und ihr Mann hinterher behauptet hat, sie würde doch immer lächeln. (nun ja, vllt. hab ich sie auch verwechselt?). Und je länger eine sich diese Podcasts anhört, weiß man schon, welche Phrase als nächstes kommt. Ganz schlimm ist da auch Ginger Runner Live ´it blew my mind` ´nice, humble guy` KOTZ.  So, geh jetzt laufen!

Laufen und Schlaf

Gestern ist der geplante lange Lauf ausgefallen. Morgen wird er nachgeholt. Ich muss wegen eines Termins eh die Woche umplanen und ganz gegen alle Gewohnheiten laufe ich Freitag statt Donnerstag. Heute bin ich 9,3 Km gelaufen.

Letzte Woche lief alles wunderbar. Nach den zähen 8 Km am Dienstag habe ich am Mittwoch ein gutes Intervalltraining (7x 1000m) in einen 15-Km-Lauf eingebaut, und die Läufe am Donnerstag und am Samstag waren je ein 10- bzw 12-Km-uptempo-Lauf. Dem Lauf am Samstag gingen schon zwei schlecht geschlafene Nächte voraus und dann war der Nachmittag noch stressig. Auf jeden Fall konnte ich in der kommenden Nacht gar nicht mehr schlafen. 40 Km waren auf keinen Fall drin.

Es ist leider nicht das erste Mal, dass mir Schlafprobleme ins Training spucken. Das hat auch nix mit übertrainiert zu tun – ich hatte sie schon vor dem Laufen. Aber sie lassen mein Training phasenweise sehr holprig werden und es ist manchmal eine Kunst nicht völlig aus der Lauf-Bahn (hahaha!) geworfen zu werden.

Gestern habe ich dann nur gegessen und Tatort-Konstanz-Folgen geglotzt. Ich bin um 8 ins Bett und um viertel vor 9 etwa eingeschlafen. Aufgestanden bin ich heute um halb fünf und insgesamt bin ich auf 6h echten Schlaf gekommen. Dennoch steckte mir der Schlagfmangel der vorherigen drei Nächte in den Knochen. Da ich auch noch einen Termin am Nachmittag habe, laufe ich den langen Lauf morgen. Aber nur 30 Km. Die 40 Km gehe ich Sonntag an. Ich merke dann doch, dass ich älter werde. Steigern kann ich nur zwei Wochen am Stück. Wenn sich jemand mit Schlafproblemen auskennt, freu ich mich auf Tipps.

LG

I.

Lustige Läufchen und die hateful 8

Heute bin ich nur 8 Km gelaufen mit einem Schnitt von 7, 24 min / km. Und es war so anstrengend. Meine Füße wollten nur schlurfen und die Oberschenkel dachten, sie gehören zu einer Geisha. Aber meine 3mm Fersensporn fühlten sich sehr unternehmungslustig. Dabei hatte ich gestern einen Ruhetag.

Nach einem anstrengenden Wochenende.

Letzten Mittwoch war ich zu müde zum Laufen, richtig erschöpft. 12 Km hätte ich machen müssen. Nun gut, dachte ich, holste den Lauf Freitag nach. Wie das so ist, der Freitag ist nicht fürs Laufen geplant – Montag und Freitag ist lauffrei. So hat der Lauf einfach nicht in den Zeitplan gepasst. Und was mach ich? Um auf die 80 Wochenkilometer zu kommen, laufe ich Samstag 25 Km. Im Hinterkopf ein paar Zweifel, ob denn der sonntägliche lange Lauf von 33-37 Km am nächsten Tag stattfinden kann. Ja, etwas langsamer als sonst, aber es waren auch die drei Pinkelpausen, die den Schnitt versaut haben. Unterwegs dachte ich, ich schaffe 40, aber die hebe ich mir noch auf. Bei 38, 4 Km war Schluss, auch weil bei 30, 5 Km eine Blutblase am rechten Zehenballen geplatzt ist. Hat nur bisschen gebrannt, aber ich wollts dann nicht übertreiben und ich war auch am Ende, echt. Bin doch noch Anfänger, nach zwei Jahren Gelaufe.

Heute beschwert sich die Sehne unterm Knöchel wieder ein bisschen. Wegen der hatte ich mal fast drei Wochen stark reduzierte Kilometerzahlen. Soll nicht schon wieder anfangen. Und morgen ist eigentlich Tempotraining. Will aber bis Hannover nicht noch längeren Fersensporn bekommen und statt an der Startlinie zu stehen unterm Messer liegen. Ab jetzt werde ich nervös vor dem ersten Marathon.

Neuer Markt für Sports-blabla

Da läuft Lelisa Desisa schnelle Marathons und da kommt Nike und erzählt ihm, er braucht Sportsdrinks, um noch schneller zu werden. Peinliche Aktion, dieses sub-2-h Projekt von Nike. Jetzt sollen afrikanische Länder für westlichen Sportklimbim erschlossen werden. Hallo, wir fressen Gels und saufen Sportsdrinks, aber momentan kommen die schnellsten Läufer aus Ländern, in denen das nicht so verbreitet ist. Ja, das riecht wirklich nach neuem Kolonialismus.

Nike ist nunmal scheiße, das weiß man ja seit den Menschenrechtsverletzungen in der Schuhproduktion.

Warum nur macht Eliud Kipchoge bei dem Scheiß mit? Der war mir so sympathisch. Jetzt muss ich mit Fangirling aufhören 😦